Wenn Kinder und Jugendliche ihre Orte aktiv gestalten.
Der Bauwagen steht seit März 2004 auf
dem Spielplatz Ecke Gotenburger Str. /Prinzenallee. Der Kauf
sowie der Ausbau wurde über das Programm LOS von März
bis Juni 2004 finanziert. Die Jugendlichen rissen die alte Innenausstattung
raus und bauten unter fachlicher Anleitung den Bauwagen neu
aus. Etwa 5 Jugendliche arbeiteten kontinuierlich und verantwortungsbewusst
mit. Mindestens 20 weitere schauten in unterschiedlichen Abständen
vorbei und beteiligten sich spontan. Für viele wurde der
Spielplatz und der Bauwagen während der Ausbauzeit zu einem
beliebten Treffpunkt. Alle Kinder und Jugendlichen die mitgeholfen
haben, achten nach wie vor auf den Zustand des Bauwagen.
Seit Juli 2005 wird das Bauwagenprojekt mit
zwei Teilzeitstellen über das Quartiersmanagement und das
Bundesprogramm Soziale Stadt gefördert. Der Spielplatz
und der Bauwagen wird mit den Kindern und Jugendlichen aus dem
Kiez weiter gestaltet. Wir arbeiten niedrigschwellig, d.h. wir
sind da, wo die Kinder und Jugendlichen hinkommen. Die projekte,
die wir auf dem Spielplatz machen sind so, dass sich jede und
jeder dazu gesellen und entsprechend den Fähigkeiten einbringen
kann.
Wir greifen die Wünsche der Kinder und
Jugendlichen auf und setzten diese mit ihnen zusammen um. Ihr
Wunsch einen Ort für ihre Graffiti zu haben, setzten wir
durch das gemeinsame Anbringen von Sprayerwänden an den
Zaun um. Die seit vielen Wochen entstandenen Entwürfe ihrer
Schriftzüge leuchten nun am Zaun. So wird der Spielplatz
immer mehr zum Platz der Kinder, sie zeigen uns was sie können
und nehmen an unserer Gesellschaft teil. Ein anderer Wunsch
ist das Bauen von Rampen für’s Skaten. Dies werden
wir 2006 beginnen.
Unser Ziel:
Die Kinder und Jugendlichen beteiligen sich an ihrer Wohnumfeldgestaltung
aktiv, ihre Identifikation dem Lebensort wird gesteigert. Sie
lernen ihren Selbstwert schätzen, ihre Wünsche zu
äußern und Wege der Umsetzung kennen, die sie dann
auf andere Situationen transferieren können. Außerdem
lernen sie Teamarbeit kennen. Durch das handwerkliche Tun erfahren
die Kinder und Jugendlichen, wie schulisch gelerntes Wissen
in der Praxis anzuwenden ist.
Der Ort, an dem sie sind, zum Spielen oder
Klönen, wird mehr als nur ein Treffpunkt, die Identifikation
und das Verantwortungsgefühl steigt.
Der Bauwagen ist Montag, Mittwoch und Freitagnachmittag
geöffnet.
Nachfragen an:
Thomas Kairis, Tel. 030/497 66 041
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